Die modalen Skalen ("Kirchentonleitern") erkläre ich zunächst so, wie sie entstanden sind: mit der Stimme. Singt die Übungen mit (gerne eine Oktave tiefer, mein Stimmbereich liegt recht hoch). So wird das theoretische Konstrukt erleb- und erfahrbar. Modale Skalen entstanden in den Kirchen des Mittelalters, diese Klänge werden oft herangezogen, um die Geheimnisse der Jazzimprovisation zu vermitteln. Die Modes werden oft als unterschiedliche Ausschnitte aus dem Tonvorrat einer beliebigen Durtonleiter gedeutet. Jeder Ton der Tonleiter wird dabei einmal als Grundton angenommen. In C-Dur heißen diese Klänge:
C Dur (Standard-Durtonleiter, Intervallstruktur 1 2 3 4 5 6 7)
D dorisch (Moll mit großer Sexte 1 2 b3 4 5 6 b7)
E phrygisch (Moll mit kleiner Sekunde und kleiner Sexte 1 b2 b3 4 5 b6 b7)
F lydisch (Dur mit erhöhter 4. Stufe 1 2 3 #4 5 6 7)
G mixolydisch (Dur mit kleiner Septime 1 2 3 4 5 6 b7)
A aeolisch (Standard-Molltonleiter mit dem Merkmal einer kleinen Sexte 1 2 b3 4 5 b6 b7)
H locrisch (phrygisch mit zusätzlich verminderter Quinte 1 b2 b3 4 b5 b6 b7)
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