In meinen Live-Workshops stelle ich immer wieder fest, dass es wichtig ist, einige grundlegende Rhythmen zu beherrschen, die als Basis dienen, um Standards zu begleiten und die dann für mehr Abwechslung variiert werden können. Ich zeige euch hier Swing und Bossa Nova im Fingerpicking-Style. Dabei kommt es nicht nur auf die Rhythmen an, sondern auch auf die Methoden, wie man von einem Akkord zum anderen kommt, ohne den Spielfluss zu unterbrechen. Dabei helfen Ghost Notes und Dead Notes. Beides erkläre ich euch genau im Video. Und ihr lernt den "Autschbachschen Schmatzdämpfer", eine Technik, die eure Rhythmen wesentlich spannender klingen lässt.
Level
Basic
Lektionen
4 Lektionen | min
Lektion 1Vorstellung
Dauer: min
Vorstellung des Kurses "Basic Rhythm".
Lektion 2Swing Pattern 1
Dauer: min
Dieser Rhythmus ist ein guter Einstieg in die Welt des Swing. Wobei mit Swing (groß geschrieben) die Musikrichtung gemeint ist und mit swing (klein geschrieben) das swing feeling. Eine verbreitete Lehrmeinung ist, dass Swing triolisch gespielt wird. Das trifft in exakter Bedeutung nur für bestimmte, (langsamere) Tempi zu. Je schneller Swing wird, desto gerader werden die Achtel gespielt. Schaut euch dazu unbedingt auch die Lektion "Swing-Phrasierung" an, in der ich euch genau erkläre, wie Swing im Gegensatz zu geraden Rhythmen gespielt wird. Bis der swing in euer Spiel einkehrt, kann viel Zeit vergehen. Ihr müsst dazu neben dem Üben unbedingt großartige Spieler wie Joe Pass und wes Montgomery anhören. Und für modernen Swing John Scofield. Beim Übergang von einem Akkord zum andern spiele ich die leere Saite, die dem Grundton des Zielakkords vorausgeht. Diese Ghostnote ist nicht immer zum harmonischen Kontext konsonant, aber sie schafft den Spielfluss. Wird der Rhythmus mit dem gleichen Akkord wiederholt, spiele ich nicht die leere Saite, sondern eine dead note. Beide Techniken erkläre ich euch genau im Video.
Lektion 3Swing Pattern 2
Dauer: min
Das hier erklärte vorbereitete Dämpfen der Saiten nenne ich im Video scherzhaft "Autschbachscher Schmatzdämpfer". Hier werden die als nächstes zu spielenden Saiten mit den Fingerspitzen der Zupfhand genau in Anschlagposition und in time abgedämpft. Das ist eine Herausforderung, aber die Technik bringt euch jede Menge Groove. Die oben beschriebenen Dead Notes und Ghost Notes kommen auch im Pattern 2 zum Einsatz, um die Akkorde zu verbinden.
Lektion 4Bossa Nova
Dauer: min
Hier lernt ihr verschiedene Arten von Begleitrhythmen für Bossa Nova. Zunächst die Basisvariante, die gerade aufgrund ihrer Sparsamkeit reizvoll ist. Am Beispiel der Harmoniefolge von "Girl From Ipanema" in C lernt ihr, wie Bossa-Nova-Meister wie z.B. João Gilberto die Akkorde spielen. Oft ist der Grundton hierbei nicht der Basston, sondern die Quinte. Danach reichern wir die Rhythmen mit weiteren Basstönen an und dann kommt auch hier das vorbereitende Dämpfen, Ghost Notes und Dead Notes zum Einsatz. Viel Spaß mit diesen Rhythmen!